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Wer den Namen Darwin hört, hat automatisch dessen Pseudo-Grundsatz im Kopf: Die Starken siegen über die Schwachen. Stimmt nicht. Nicht in der deutschen Sprache. Denn hier verdrängen die schwachen Verben die starken. Die Opfer: backen, melken, pflegen, triefen, weben und viele mehr.

Rettet die starken Verben!

Erinnern Sie sich an Ihre Großmutter, die einen Kuchen buk? Damals, im Herbst, als es schwer von den Bäumen troff? Und sie, während der süße Duft die Stube erfüllte, ein Tuch wob? Erzählen Sie das mal – eben: Ihrer Großmutter. Aber bloß nicht Ihren Zeitgenossen. Der jungen Mama von nebenan, die ihrer Bande Pfannkuchen backte, während denen schon das Wasser aus den hungrigen Mäulen triefte. Und die immer mehr Verben schwach, regelmäßig und einheitlich konjugiert: nämlich auf die Endung Endung -te/-t. Verben, die früher echt stark waren.

Rettet des Genitivs!

Wenn Sie also schon immer wissen wollten, warum es ich sterbe, ich starb, ich bin gestorben heißt, keineswegs aber ich erbe, ich arb, ich habe georben; ob Substantive noch immer diese grausigen Schwänze -igkeit, -lichkeit, -ikation, -ilität und -ierung brauchen; warum das alles nur wegen dem Fortschritt passiert und zudem falsch ist; und wenn Sie gern auf respektlos-herrlichen Websites schmökern: Der Rettung von Beuteopfern sprachlicher Veflachung, hat sich die Gesellschaft zur Stärkung der Verben verschrieben. Lesen Sie. Tun Sie’s! Ich tute dies bereits.

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