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Seit einigen Monaten sind sie in der Presse. Heute Abend waren Sie im ZDF. Neue Kunden werden sie durch diese Publicity nicht gewinnen: die Billig-Bestatter.

Sterben für 499 Euro? Ja, das gibt es. Seriöse Bestatter sind nicht gerade begeistert über die Dumpingpreise der Kollegen. Kollegen? Dienstleister, die Würde des Verstorbenen schätzen und respektvoll mit angehörigen umgehen, lassen sich wohl kaum mit denen vergleichen, die die ZEIT als „Discount-Bestatter“ beschreibt oder die schweizer Online-Zeitung „20 Minuten“ als „LIDL-Bestatter“ nennt.

Feuerbestattung 499 Euro. Dafür muss dann auch mal die Witwe Hand anlegen beim Hinaustragen des toten Gatten. Der verschwindet dann erst einmal in einer Blechwanne. Leiche vorbereiten, aufbahren? Fehlanzeige. Kremieren. Fertig. Dass die Urne am Tag der geplanten Beisetzung dann verschollen ist und die Verwandten wieder abreisen müssen – kann ja mal passieren. Über die Urne auf Abwegen berichtete WISO heute.

Anonym entsorgt. Schnell und billig. Die Ex-und-hopp-Mentalität hält auch bei Sterben Einzug. Nein, das ist keine Entwicklung, auf die unsere Gesellschaft stolz sein kann.

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