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Heute wurde der Brockhaus beerdigt. Die „Enzyklopädie, das Gedächtnis des Weltwissens made in Mannheim“, so das Handelsblatt, „ist tot.“ Sie hat den Kampf gegen Wikipedia & Co. verloren.

Bereits Anfang des Jahres hatte das Mannheimer Bibliographische Institut & F.A. Brockhaus AG (kurz: Bifab), die Marke Brockhaus verkauft. An Bertelsmann – seinen größten Konkurrenten. Seit heute nun heißen die Mannheimer einfach Bibliographisches Institut AG. Der Brockhaus ist ausgelöscht. Auch im Instituts-Namen. 30 Bände, 21 Auflagen, 70 Kilo lexikalisches Wissen mit Goldschnitt und Leineneinband umfasste das Werk.

Das Bibliographische Institut beendet jetzt laut Peter Neulen, der den Brockhaus als Fachredakteur und Projektleiter betreut hat, ein Verlustgeschäft für den Verlag. Das Kerngeschäft soll sich künftig auf rentablere Bereiche konzentrieren. Allen voran der Duden und Kalender.

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