Es ist soweit: „Schweig still, mein Kind“ ist verlagsintern auf den Weg gebracht, dreht seine Runden durch Redaktion, Korrektorat und Produktion – und auch das Cover meines Kriminalromans zeigt sich in seinem endgültigen Look. Nun heißt es auf die Druckfahnen warten, dem noch fernen Erscheinungstermin entgegenfiebern – und außerdem das Exposé für den nächsten Band fertigschreiben.
Mehr zum Buch – und auch ein paar Worte über mich – gibt’s beim Verlag: Droemer Knaur.
Zum dritten Mal machen wir mit: bei der Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“. Und das ist eine tolle Sache: Bedürftige Kinder aus aller Welt erhalten – viele zum ersten Mal in ihrem Leben – an Weihnachten Geschenke. Von zahlreichen Menschen schön verpackt in einem Schuhkarton. So leuchten auch einmal da die Augen, wo im Alltag Perspektivlosigkeit und bittere Armut herrschen: in den Kinderheimen Osteuropas, Zentralasiens und Südafrikas.
Schuhkarton für Jungen, 5–9 Jahre
Mitmachen ist ganz einfach: alleine oder gemeinsam mit dem eigenem Nachwuchs einen Schuhkarton mit Geschenk- oder Goldpapier bekleben, Stifte, Block, Kuscheltier, Schokolade, Zahnbürste, Handschuhe … einpacken und die Kartons bis zum 15. November 2009 an einer der vielen Sammelstellen abgeben. Das scheint früh, und die weihnachtliche Stimmung lässt auch noch auf sich warten – aber dafür kommen die Päckchen dann rechtzeitig bei den Kindern an.
Schuhkarton für Mädchen, 5–9 Jahre
Ob man ein Mädchen oder einen Jungen, ein älteres oder jüngeres Kind beschenken möchte, kann man wählen. Passende Aufkleber für die Kistchen gibt’s – ebenso wie Geschenkideen, Packanleitung, Bilder der letzen Jahre, Sammelstellen & Co. – auf der Website von „Geschenke der Hoffnug e.V.„
Die taz darf den Kino-Werbespot Kiosk I und II wieder zeigen. Den hatte die Axel Springer AG Ende 2005 per einstweiliger Verfügung stoppen lassen. In ihm sei die BILD „verächtlich gemacht“ worden. Jetzt hat der BGH Karlsruhe zugunsten der taz entschieden. Herrlicher Spot, auf den mich asinus canus aufmerksam gemacht hat – und in dem auch BILD-Leser durchaus Humor beweisen:
Kaum tritt er siegestrunken aufs schwarzgelbe Parkett, da kommt er auch schon gewaltig ins Schlittern: (Sch)Westerwelle – unser zukünftiger Außenminister? – tut sich mehr als schwer mit der englischen Sprache. Und weigerte sich deshalb, einem BBC-Reporter die (englisch gestellte) Frage danach zu beantworten, was sich denn an der Außenpolitik ändern werde, wenn er denn nun Außenminister würde. Der FDP-Parteichef zögert. Und belehrt den Briten dann: „Wir sind hier in Deutschland“. Tatsächlich? Der Spiegel berichtet.
Nach Oettingers CDU-Orthografie-Debakel und dem folgenden (älteren) Video drängt sich mir schwer der Verdacht auf: An der Bildung müssen wir wohl noch ein bisschen arbeiten, meine Herren.
Am Tag vor der Wahl hat Baden-Württembergs Ministerpräsident und der CDU-Landesvorsitzende sich noch in unser liebenswertes Städtchen verirrt. Eskortiert von schrägen Tönen: Humtataa, humtataa, begleitet urdeutsches Blaskapellen-Gut Günther Oettinger aufs Podium vor dem Ettlinger Schloss. Ein paar Alte schunkeln hinterm Rollwägelchen, die Biertischfraktion guckt ins Glas, die Kinder jagen lieber roten und grünen Luftballons hinterher.
Dann geht’s weiter – in schrägem Ton. Samt geballter Faust und gewohnt verkniffener Mimik. Kein Lachen nirgendwo. Dafür aber ein Katastrophen-Apostroph im fett platzierten Slogan: „Stark für’s Land“. Ich würde mal grinsend sagen: schwach in Orthografie. Oder: Wir können alles, außer Rechtschreibung? Nur gut, dass morgen nicht geschrieben werden muss. Fürs Kreuzchen an der rechten Stelle reicht auch rechte Rechtschreibung noch. Humtataa, humtataa …
Traurige Bildungsbilanz? Günther H. Oettinger am 26. September 2009 in Ettlingen.